
Mitten im Sommer muss die Haut einiges einstecken: Flecken, die die Sonne hinterlässt, ein Teint, der auf der Terrasse schnell erhitzt, Spannungen, die nicht immer nachlassen. Drei Hebel, um die Kontrolle zu behalten.
1. Flecken mildern: Lentigines, Melasma und was sich tun lässt
Nicht alle Flecken sind gleich. Die häufigsten beim Mann sind die Lentigines, oder „Altersflecken“: die über Jahre angesammelte Sonne, dazu das Alter, das die Regeneration verlangsamt, lässt sie vor allem auf der Stirn, den Schläfen und dem oberen Wangenbereich entstehen. Es gibt auch das Melasma, diffusere Flecken, ausgelöst durch die Sonne UND die Hormone: häufiger bei der Frau, doch der Mann bleibt nicht verschont (etwa einer von zehn Fällen). Und bei jenen, die sich rasieren, kann eine Reizung einen „postinflammatorischen“ Fleck hinterlassen. In allen Fällen bleibt die Regel Nummer eins der SPF: ohne ihn ist alles andere nutzlos. Zum Mildern zielt man mit speziellen Wirkstoffen auf die Pigmentierung: dieAzelainsäure (gleicht den Teint aus), dasalpha-arbutine, und vor allem dieTranexamsäure, die aufstrebende Referenz unter den hochwertigen aufhellenden Pflegeprodukten. Das Vitamin C und das Niacinamid, die schon in den vorigen Ausgaben zu sehen waren, runden das Ganze ab; man findet sie bei The Ordinary, SkinCeuticals oder Paula's Choice. Und bei einem festsitzenden Fleck, einem Melasma oder einem Fleck, der sein Aussehen verändert, spielt man nicht den Arzt: Ein dermatologischer Rat ist angebracht.
2. Das Feuer beruhigen: was Gewürze wirklich mit der Haut machen
Ein gut gewürztes Gericht auf der Terrasse, und das Gesicht erhitzt sich. Das ist nicht nur Einbildung: Die Gewürze (das Capsaicin der Chili) weiten die Gefäße und lösen ein sogenanntes „gustatorisches“ Schwitzen aus, daher die Rötungen und der Hitzeschub. Für die meisten Menschen ist das folgenlos, und dieser Schweiß kühlt beim Verdunsten. Doch auf einer reaktiven oder zu Rötungen neigenden Haut unterhält ein Übermaß an Gewürzen, oft gepaart mit Alkohol und Hitze, einen geröteten Teint und sichtbare Gefäße. Der richtige Reflex ist nicht, alles zu streichen, sondern zu dosieren: Erkennen Sie, was Sie „aufflammen“ lässt, und gehen Sie an Hitzeabenden sparsamer damit um.
3. Den Druck lösen: die Kopfmassage
Der Sommer löscht den Stress deshalb nicht aus: zu kurze Nächte, Hitze, Bildschirme. Die Anspannung setzt sich im Gesicht und in der Kopfhaut fest: gerunzelte Stirn, verspannte Schläfen, zusammengepresster Kiefer. Die Kopfmassage löst diese Spannungen, lässt den Druck abfallen und belebt, indem sie die Mikrozirkulation wieder anregt, den Teint. Zu Hause genügen einige Minuten mit den Fingerspitzen; in der Kabine ist sie das Herzstück meiner Behandlung Récupération.
Die Müdigkeit des Sommers zeigt sich im Gesicht. In 60 Minuten löst ein Protokoll aus Massage und Drainage die Spannungen und belebt den Teint: entspannte Züge, ein erholter Blick.

